Was

Eine schamlose Gedankensammlung | Eine krude Anreihung von Puzzlestücken | Ein digitaler Zettelkasten | Horizontär, vertikativ, zirkulistisch | Der Mensch in seiner Drehfunktion | Eine literarische Skizze.

Genauer: die Bauesoterik wurde Mitte der 1990er Jahre in Mainz ‘erfunden’. Zusammen mit seinem Freund QQlka arbeitete der Autor als Bodenleger in zahlreichen Mietwohnungen. Teppich, Laminat, Fließen, alles flach. Nur bei den Fußleisten, die nach dem Verlegen des Bodens an den Wänden senkrecht angebracht werden mussten, gerieten die beiden Bodenleger ins Schwitzen. Woran lag es, dass man einen dreißig quadratmeter großen Raum in nullkommanichts mit einem neuen Fußboden versehen kann, aber für die Fußleisten so viel mehr Zeit benötigt?
Es liegt auf der Hand, dass es an der bauesoterischen Ausrichtung der Menschen liegt. QQlka und der Autor dieser Seiten formulierten eine einfache Philosophie. Es gibt vertikale Menschen, horizontale und zirkulierende. Bodenleger können am besten horizontal. Deshalb legen sie in der Frühstückspause ihre Bildzeitung auch flach auf den Tisch, während der Tapezierer seine senkrecht vor’s Gesicht hält. Ein Heizungsbauer hingegen ist ein zirkulativer Charakter. Er weiß was vom Fluss, kann sich durch Wände denken, durch Stockwerke hinab bis in den Heizungskeller.
Was anfangs ein Spaß war, um sich die dröge Arbeit auf einer Baustelle zu versüßen, entwickelte sich im Laufe der Jahre zu einer ‘fundierten’ Philosophie, die nun Pate steht für die bauesoterischen Bücher, die auf dieser Seite im Entstehen begriffen sind.
Mit Senkrechtmorde entsteht ein philosophischer Krimi als erster Teil einer Trilogie.
Warum es so lange gedauert hat, bis nun endlich ein Anfang gemacht wird mit dem Schreiben? Nun, der Autor musste sich erst über seine bauesoterische Orientierung klar werden. Und leben. Vor allem.
Doch nun ist es an der Zeit, endlich mit dem Schreiben zu beginnen.
In der Rubrik Senkrechtmorde wird der erste Teil der Trilogie veröffentlicht. Die Rubrik Schnipsel stellt eine krude Ideensammlung dar, sicherlich schwer nachvollziehbar für eilig hereingeschneite BesucherInnen, denen die nötige zirkulative Erfahrung fehlt, um sich durch die Windungen des Autorenhirns zu denken. Dennoch werden diese Schnipsel der Nachwelt dereinst helfen das Wachsen und Gedeihen der Bauesoterik zu verstehen.
Ich wünsche Ihnen viel Spaß bei der Lektüre.
Mit zirkulovertizontären Grüßen.
Ihr Autor.

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